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30. April 2008 Flamenco ist nun 1 Monat bei uns und hat in dieser Zeit schon 500 Gramm zugenommen. Wir sind begeistert, denn bei Delilah und vor allem Cheyenne müssen wir um jedes Gramm kämpfen. Da ist Flammi ganz anders. Ohne lange zu fackeln, wird alles aufgegessen was in Reichweite steht. Sie wirkt momentan zwar leicht moppelig und bringt uns immer wieder zum Lachen wenn sie mit wehendem Fell wie ein Kugelblitz durch den Garten fegt, aber wir sind sehr glücklich, dass sie eine robuste Natur ist.
Mit unseren anderen Katzen ist sie inzwischen gut befreundet. Wie schon Safari aus der selben Zucht, scheint sie immun gegen Aggression zu sein. Wir haben am Anfang oft gelacht, denn sobald eine andere Katze etwas schneller auf sie zukam, lies sie sich einfach auf die Seite fallen und zwinkerte die andere an. Aus diesen „Umfallern“ wurde dann schnell ein Spiel. Wenn Flammi etwas Leckeres im Napf hatte und jemand es haben wollte, schwupp fiel sie einfach um! Mit uns Menschen hat sie erst etwas am Hut wenn wir zu Bett gehen. Vorher tobt sie die anderen nacheinander müde oder fegt bis zur Erschöpfung durch den Garten. Wenn wir dann selbst gern schlafen würden, schmust sie ausgiebig und mit vollem Körpereinsatz. Dann presst sie sich an uns, haut ihr Köpfchen gegen unsere Gesichter und schnurrt wie ein Elektrorasierer. Widerstand zwecklos, auch morgens um 5 Uhr!
Januar 2010 Für Flammi hat sich viel geändert! Sie hat ihren ersten und einzigen Wurf im vergangenen Sommer aufgezogen. Leider war es eine schwere Geburt, wie wir sie zum Glück noch nie erlebt hatten. Zwischenzeitlich hatten wir wirklich Angst, sie würde kollabieren. Dann gab es Probleme mit Milchstau - Milchmangel - Milchstau und wieder Milchmangel. Zudem wollte Flammi nicht fressen und wurde per Flasche mehr oder weniger zwangsernährt. Obwohl sie ihren Kindern eine perfekte Mutter war, haben wir uns entschlossen, sie nicht weiter zur Zucht einzusetzen.
Ihr Verhältnis zu unseren anderen Katzen war schon vor ihrer Mutterschaft gleichgültig. Sie hatte mit niemandem Streit, war aber auch mit keiner Katze befreundet. Nach der Aufzucht ihrer Kinder, hat sie sich fast völlig zurück gezogen. Die meiste Zeit des Tages verbrachte sie auf dem hohen Küchenschrank. Dort kam sie nur herunter, um zu fressen, oder das Klo zu besuchen. Flammi hat keine Angst vor den anderen, aber der Trubel ist ihr unangenehm. Wir haben angefangen, sie auf der Arbeitsplatte zu füttern, wenn die anderen ihre Mahlzeit beendet haben und sich zurückgezogen haben. Wenn sie Erich oder mich allein im Arbeitszimmer erwischt, schmust sie nach wie vor wie eine Besessene. Kommt eine andere Katze hinzu, ist sie weg, auf ihrem Schrank. Sie ist erst 3 Jahre alt und ein Leben, zurückgezogen auf dem Schrank ohne intensive Zuwendung durch uns Menschen möchten wir ihr auf Dauer nicht zumuten. Daher haben wir uns entschlossen, Flammi ein neues, ruhiges Zuhause zu suchen. Ein Zuhause, wo sie die Nummer eins ist und nicht nur eine von vielen.
Diese Seite der Zucht macht uns traurig. Traurig eine wunderschöne Katze für die Zucht zu verlieren. Aber vor allem auch traurig sich von einer lieb gewordenen Gefährtin trennen zu müssen. Es ist nur ein kleiner Trost sie auf einem Platz zu wissen, wo sie ein besseres Leben hat als wir es ihr bieten konnten.
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